24.02.2016

Ich finde sie spannend, diese Blickwinkel, bei denen sich historische und zeitgenössische Architektur gegenüberstehen und wie hier, über 100 Jahre Baugeschichte dazwischen liegen. Oben im Sternwald thront das Wasserschlösschen, es erinnert mehr an eine mittelalterliche Burg als an einen Zweckbau, der als Wasserspeicher dient. Im Gegensatz dazu nüchtern, zurückhaltend die Wohnbebauung zu seinen Füßen, die aber wegen ihrer Lage eine hohe Wohnqualität verspricht.

12.02.2016

Nach dem Abriss des Hauses „Goethe 2“ in der Goethestraße im letzten Sommer, wartet das leer stehende Grundstück auf seine neue Bebauung. Was für ein Glück für die Nachbarvilla, deren repräsentative Fassade wieder voll zur Geltung kommt. Bereits vor über hundert Jahren konnten die Freiburger, wenn sie auf der Kronenbrücke Richtung Süden flanierten, diesen Anblick genießen. Also nichts wie hin und einen Blick darauf werfen, bevor das Grundstück wieder bebaut wird.

01.02.2016

16 Stockwerke hochhinaus geht es im weltweit ersten Passivhochhaus im Freiburger Stadtteil Weingarten. Ganze 47 Hochhausmeter wurden rundherum eingepackt, die Fenster mit 3fach-Verglasung bestückt und eine Lüftungsanlage eingebaut. Die außergewöhnliche Sanierung hat dem in den 1960er Jahren entstandenen Viertel positive Aufmerksamkeit geschenkt. Wohnraum war auch schon damals ein knappes Gut in Freiburg, weshalb in die Höhe gebaut wurde. Heute auf eine energetische Sanierung zu setzen, anstatt auf viel Bauschutt bei einem Abbruch entspricht ganz dem ökologischen Image der Stadt. – Die Investitionen sind ein gutes Zeichen für die Bewohner von Weingarten, deren Image auch einer Sanierung bedarf.

26.01.2106

Architektonische Rundungen sind in den letzten Jahren auch in Freiburg chic geworden. Runde Akzente setzen u.a. das Fahrradparkhaus am Bahnhof, der Erweiterungsbau der Angell-Schulen sowie ein Bankgebäude in der Basler-Straße. Nun aktuell präsentiert sich die Baustelle des Rathausneubaus im Stühlinger mit seinem ovalen Baukörper, dessen nächtliche Beleuchtung nicht allen zusagt. Bei Tageslicht und blauem Himmel kann man die Größe des Baus bereits erahnen.

18.01.2016

Modern und preisverdächtig war es, das 1978 gebaute, von Herbert Dörr entworfene Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in der Günterstalstraße mit seiner Pilzstützenkonstruktion aus Beton. Das Gebäude brachte dem Architekten 1981 sogar eine lobende Erwähnung beim Architekturpreis Beton ein. Was die Bewohner der Wiehre dazu sagten ist mir nicht bekannt. Der ein oder andere wird sich sicherlich an dem schmucklosen Sichtbeton und den ufoählichen Fassadenelementen  gestört haben, die wie ein Fremdkörper in der Villengegend gelandet sind. Ein Bauwerk seiner Zeit, das nicht fehlen darf.

08.01.2016

Eine überdimensionale Hüpfburg? Oder ein Kunstobjekt im öffentlichen Raum? –Weder noch, dahinter verbirgt sich die „Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle“ (BEA) in der Lörracher Straße. Die winterfesten Zelte mit den leicht gewölbten Dächer sind eine Möglichkeit, um schnell Schlafmöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen. Im Stadtbild von Freiburg haben sie ihren Platz gefunden.

begibt sich auf einen architektonischen Spaziergang durch Freiburg

Sie fällt auf und das darf sie auch, die neue Universitätsbibliothek. Das großstädtische Gebäude steht Freiburg an dieser Stelle gut. Es ist eine Freude zu sehen, wie sich der Platz vor und neben der Bibliothek mit Leben füllt, die Sitzskulpturen zum Verweilen, Eisessen, Kaffeetrinken und Sonnenbaden einladen und sich die ganze Welt darum herum in ihrer Fassade spiegelt.